25. März 2017

Urlaub in Dänemark ( Hvide Sande und Umgebung)


Wie einige von Euch wissen, hatte Basti im April und Mai Elternzeit. Wir haben die Zeit aufgeteilt. Zum einen wollten wir den Garten etwas verschönern und zum anderen wollten wir etwas Urlaub haben. Denn wenn wir ehrlich sind, wären wir zu Hause geblieben, hätten wir eher die Zeit im Garten verbracht, als am Strand. So hatten wir im April eine Woche auf Föhr und imMai haben wir in Dänemark entspannt. Während wir auf Föhr viel unternommen haben, wollten wir die Zeit in Dänemark dazu nutzen, sich einfach treiben zu lassen. Ganz ohne feste Tagesplanung.

Bevor ich damit starte wie der Urlaub war und was wir unternommen haben, erstmal ein paar Sachen vorab. Beim Ferienhaus sind uns folgende Merkmale wichtig: Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Sauna und die Entfernung zum Strand darf max. 500 betragen. Von unseren Freunden bekamen wir den Tipp auf der Seite von Esmark nach einem Ferienhaus zu suchen. Wir wurden schnell fündig. Beeindruckt vom äußeren des Hauses erfüllte das Innere uns auch und somit buchten wir die Reetdachbungalow. Hier könnt Ihr unser Hausbuchen. Es ist in Argab, ca 7 Km von Hvide Sande (Stadt).

Am Mittwoch vor der Abreise frage meine Mutter mich, wo wir denn die Fotos für Linnea‘s Reisepass gemacht haben, denn schließlich sind wieder Kontrollen an der dänischen Grenze. Ich glaube da fiel mir einfach alles aus dem Gesicht. Wie konnte ich das vergessen?! Ablauf folgender Geschehnisse: Mittwoch: 10:45 Uhr bin unterwegs mit Linnea und brauche 30 min nach Hause. Fahre zum Fotografen, denn wir haben keine Fotos, die reisepasskonform sind. 11:15 Uhr Ankunft beim Fotografen. Schnell ein paar Verbrecherfotos schießen und ab nach Hause. Bei der Fahrt nach Hause Telefonat mit Basti, dass er dabei sein muss und zusätzlich noch das Stammbuch einpacken muss. 11:50 Ankunft zu Hause. Basti einsammeln und schnell weiter ins Bürgerbüro, das nur bis 12:00Uhr aufhat. 11:55Uhr geschafft! Reisepass ist beantragt und kann am Freitag abgeholt werden.
Freitagvormittag waren wir unterwegs um die letzten Sachen für den Urlaub zu besorgen. Freitag 12:45Uhr Anruf meiner Mutter, ob es geklappt hat?
Meine Antwort darauf: „Was geklappt?“
„Na, ob alles mit dem Reisepass geklappt hat?“
Ich steh im Sonnenschein im Vorgarten und mich fröstelt es! Ach Du sch..ße! Es ist Freitag 13:00 Uhr und das Amt hat zu. Rufe verzweifelt beim Amt an, aber zu spät. Es ist keiner mehr da.
Ähm…was machen wir…erstmal Ruhe bewahren…
Also packen wir weiter das Auto… Statt dem nichtvorhandenen Reisepass einzupacken.

Am Samstag fuhren wir viel zu spät FAST pünktlich los. Wir standen wie an einem Samstag üblich zuerst im Stau und als wir näher an die Grenze kamen, wurde ich zunehmend nervös. Fing an in meiner Tasche rumzuwühlen, den Kindern irgendwas rüber zu reichen und selbst wie verrückt zu trinken.
Irgendwann meinte Basti nur zu mir: „ Herzi, möchtest Du dass wir kontrolliert werden oder weshalb machst Du hier so einen Aufstand?“ Erst da wurde mir bewusst, wie verdächtig ich mich verhielt.
Natürlich wurden wir einfach durchgewunken und konnten die Grenze einfach so passieren.
Die Fahrt dauerte von der Grenze aus ca 3h. Sophie hatte das IPad und Nea machte während der Fahrt wie geplant Ihren Mittagsschlaf.
Bei uns ist es so, dass wir jedes Mal wenn wir lange Auto fahren, wir immer diskutieren. Ich weiß nicht woran es liegt. Vielleicht weil die Kids dann abgelenkt sind oder weil wir dann nicht „flüchten“ können. Auf jeden Fall haben wir die Fahrt genutzt um uns in einigen „offenen Punkten“ auszusprechen und so konnten wir, als wir beim Ferienhaus ankamen, entspannt starten. Nun war alles geklärt. Ich kann Euch sagen, so eine Autofahrt ist besser als jeder Therapie, nur nicht ganz so teuer :D

Bevor wir ins Haus konnten, mussten wir zur Esmark-Verwaltung um den Schlüssel abzuholen. Es lag auf unserem Weg direkt neben der Hauptstraße. Vor dem Gebäude sind neben genügend Parkplätzen auch Spielplätze vorhanden. So vergeht die Wartezeit (bei uns 15min) wie im Flug.
 Nachdem wir den Schlüssel erhalten haben, fuhren wir zu Haus. Das Äußere des Hauses entsprach den Fotos im Internet. Allerdings trafen wir im Inneren neben der schönen Einrichtung auf ziemlich viel DRECK! Das Baby Bett war nicht zu benutzen. Wir riefen bei Esmark an und uns wurde ein neues, sauberes Bett vorbeigebracht. Was den Dreck angeht, wurde uns angeboten, dass eine Reinigungskraft vorbei kommt und sauber macht. Die zweite Variante war, dass uns die Endreinigung erlassen werden würde. Wir entschieden uns für die zweite Möglichkeit. (dann weiß ich zumindest, dass es sauber ist!)
Natürlich ist es nicht beste Start in den Urlaub, aber wir wollten uns davon nicht die Laune verderben lassen.
Nachdem wir 2 Std sauber gemacht hatten (der Nachteil am großen Haus) machten wir erstmal eine Pause und genossen das Bombenwetter. Mit dem Wetter hatten wir den ganzen Urlaub über richtig Glück! Temperaturen zwischen 25-30 Grad C und fast kein Wind.
Abends sind wir zum Strand um das besondere Licht, die Atmosphäre, das Rauschen der Wellen zu genießen und um die Seele baumeln zu lassen. 


Am Sonntag frühstückten wir ganz gemütlich mit unseren Freuden, die sich zu gleichen Zeit ein Haus gemietet haben und machten uns dann auf dem Weg in die Stadt Hvide Sande. Wir haben gehofft den Fischmark zu erleben und frischen Fisch direkt vom Fischerboot zu kaufen. Naja fast. Der Fisch wird von den Fischerbooten in die Halle gebracht, in der dieser dann versteigert wird. Aber erstens findet der Fischmark nur von Montag bis Freitag statt und zweitens schon ab 7 Uhr. Wir waren um die Mittagzeit unterwegs und abgesehen vom falschen Tag auch viel zu spät um das wirklich bunte Treiben mitzubekommen.
Wir haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen einen Sparziergang am Hafen zu machen. Vorher statteten wir der Bäckerei einen Besuch ab und deckten uns mit dänischen Leckereien ein. Danach ging es vorbei an den schönen Booten runter an den Strand bzw an die Mole. Von hier aus kann man wunderbar die auslaufenden Boote beobachten. Mittags kochten wir alle zusammen und am Nachmittag und bis in den Abend verbrachten wir die Zeit am Strand.
 
 
 
 
Am Montag beschlossen wir einen Ausflug in die Landschaft vom Naturreservat südlich von Nyminbegab. Nun lasse ich die Bilder sprechen:

Ratet mal was wir am Abend gemacht haben? Strand!
Am Dienstagvormittag passierten wir mit dem Auto die Brücke von Hvide Sande und führen in das kleine Städtchen Sondervig. Kleine Boutiquen für Kinderkleidung, Damenkleidung und Dekoration zieren die lütte Einkaufsstraße Richtung Strand. In den Dünen findet man wunderschöne (Reetdacht)Häuser. Am Strand machten wir ein kleines Picknick, sammelten Muscheln und genossen das Rauschen der Wellen. An diesem Tag waren wir so geschafft, dass wir nichts mehr machen konnten außer zu essen, zu schaukeln und mit den Mädchen zu spielen.

Zu einem gelungenen Urlaub gehört für mich das Schlendern durch eine Stadt. Ich mag den Trubel in Touristenstädten. So fuhren Sophie, unsere Freundin und ich am Mittwochvormittag nach Ringköbing um eine kleine Shoppingtour zu machen. Neben den vielen süßen, kleinen Lädchen für Kindermode und für Interieur, haben wir es uns nicht nehmen lassen auch ein Softeis zu genießen. Schließlich gehört ein Eis zu einem Dänemarkurlaub dazu. 
Der Hafen von Ringköbing eignet sich perfekt, um von einer der Sitzbänke aus dem Treiben auf dem Wasser zu zusehen.


Am Donnerstag sind wir einfach durch die Gegend gefahren und hielten dort an, wo es für uns einladend aussah. In der Nähe von Nymibegab gibt es einen großen Parkplatz. Dort hielten wir an und machten einen Sparziergang Richtung Strand. Es war ziemlich warm oder sollte ich lieber sagen: heiß! Damit wurde der Sparziergang zum Schluss echt eine Quälerei (nicht nur für die Mädchen). Am Strand fiel ein Objekt im Wasser auf mit dem wir so nix anfangen konnten. Nach dem wir Herr Google dazu befragten, waren wir schlauer. Das Objekt ist die Anfang 2016 versunkene Offshore-Arbeitsplattform „Sea Worker“. Was ich wirklich schrecklich finde, dass sich dort schon im Sommer 2016 Katastrophen Tourismus entwickelt hat. 


Was einem nicht entgeht, wenn man an der dänischen Küste spazieren geht, sind die Überreste vom Atlantik Wall. Die Bunker zieren immer mal das Strandbild und sind Zeugen der vergangenen Zeiten.

Während der gesamten Woche hatten wir warmes Wetter mit kaum Wind, das änderte sich am Freitag. Die Bedingungen waren perfekt für Surfer, leider nicht für uns. Wir waren so verwöhnt, dass uns am Freitag regelrecht kalt war. Eisig kalt! Nichtsdestotrotz wollten wir den vorletzten Tag nicht einfach verstreichen lassen. So entschlossen wir den Leuchtturm Lyngvig Fyr zu besteigen. Dieser Leuchtturm gehört mit seiner 38m Höhe zu den höchsten Leuchttürmen Dänemarks. Um ganz nach oben zu kommen, muss man mehr als 220 Treppe (80 Stufen gehören zu der Treppe bis zum Eingang) steigen. 




Von ganz oben hat man eine traumhaftschöne Aussicht. Als wir den Weg wieder nach unten fanden, machten wir ein kleines Picknick auf dem Spielplatz. Dieser lässt keine Wünsche offen.
Am Nachmittag machten wir einen Ausflug an die Fußgänger-/Fahrradbrücke Damm „Bagges dæmning“  über den Ringköbing-Fjord. Sören Hansen Bagge reichte 1844 eine Bauvoranfrage für einen Damm. Allerding erhielt erst sein Sohn 1860 die Genehmigung für den Bau. Dieser Damm war nur 1 Jahr in Betrieb, bevor der Sturm dem Damm zerstörte. Erst 2016 wurde die Brücke erneuert. Vor hier hat man einen super Blick auf die Kite-Surfer auf dem Fjord und den Fjord selbst.
An diesem Abend packten wir unsere Sachen, bevor es dann nach Hause ging. Die Tage vergingen einfach wie im Flug. Wir haben für uns die perfekte Balance zwischen Entspannen und Unternehmungen gefunden. Trotz der Entspannung freuen wir uns wie in jedem Urlaub auf unser zu Hause. Einmal Heimschietter, immer Heimschietter!

In diesem Sinne, frohes Fernweh meine Lieben!
Eure Evi aus dem Norden

PS: Wer in Hvide Sande oder in der Nähe Urlaub macht, sollte sich auf jeden Fall die Hebebrücke von Hvide Sande ganz genau anschauen. Sollte mal der Wettergott einem nicht ganz gesonnen sein, dem kann ich das Museum „Fiskeriets Hus“ (Das Haus der Fischerei) ans Herz legen. Thematisch befasst sich das Museum mit der Nordsee und der Fischerei. Zum Glück hatten wir dieses Mal bestes Wetter und blieben dem Fischerhaus fern.




Kommentare:

  1. Super schöner ausführlicher Bericht. :) Wir haben uns ein Häuschen in Henne Strand über www.ferienhaus-danemark.de gemietet. Freue mich schon riesig auf den Urlaub. Hoffe wir haben etwas mehr Glück als ihr und direkt einen schönen Start. ;) Wir wollen auch unbedingt einen Leuchtturm besichtigen, das gehört einfach dazu, wenn man nach Dänemark geht. :)
    Lasst es euch gut gehen!

    Tanja

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  2. Hallo Evi,

    wie gehts euch? Welch bekannte Bilder seh ich da? :-) Wir waren letzen Sommer auch dort im Urlaub. Allerdings mit unserem Wohnwagen auf dem Campingplatz "Nørre Lyngvig Camping". Also fast direkt am Fuße des Leuchtturms. Der Campingplatz liegt direkt in den Dünen und vom Leuchtturm konnte man den wunderbar sehen :-)
    Da ich leider mit gebrochenem Fuß in den Urlaub starten musste, fielen unsere Touren etwas kleiner aus. Aber ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen in der Nordsee zu baden, mit den Kindern auf die Bunkeranlagen zu klettern und auch den Leuchtturm zu besteigen. Vor allem nach unten war zwar mit den Krücken schon mutig (gerade dann das Stück vom Fuß bis zum Parkplatz mit der schmalen Holztreppe). Ich brauchte ja beide Krücken und durfte den Fuß nicht belasten. Am Geländer festhalten ging daher nicht und so musste ich hoffen, dass ich mir keinen Fehltritt erlaube und dann Kopfüber nach unten purzel :-D

    Aber hat ja alles gut geklappt. Auf jeden Fall ist das eine wunderschöne Ecke und wir sind öfters durch Sondervig und Hivide Sande geschlendert. Gerade in Hivide Sande fand ich es bemerkenswert, dass man am ganzen Hafen so frei herumlaufen konnte. Einfach wunderschön. Als Highlight gönnten wir uns mit den Kindern auch noch einen Tag im Legoland. Das kannte ich noch aus meiner eigenen Kindheit. War schon echt toll das nach all den Jahren wieder zu sehen... All die Erinnerungen an die Attraktionen, die es bis heute auch alle noch da gibt :-D

    Liebe Grüße, Rico

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  3. Wow, jetzt freue ich mich gleich noch mehr auf unseren Dänemark heuer in den Sommerferien. Die Bilder sprechen wirklich für sich. :) Fährt ihr dieses Jahr noch einmal hin?
    Bei uns ist es der erste Dänemark-Urlaub, wir haben ein nettes Ferienhäuschen über www.ferienhauser.info gebucht und sind schon richtig gespannt.
    LG,
    Mariella

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Danke für Eure Zeilen <3