19. März 2017

Frühlingsimpression und Essensplan



Na Ihr Zuckerhasen,
habt Ihr auch die ersten leichten Frühlingstage genossen? Nachdem sich diese Woche endlich mal die warmen Sonnenstrahlen gezeigt haben, wurden wir im Garten tätig. Wir haben die Frühlingsblumen in ihrem neuen Quartier verteilt, Porzellanhasen im Garten versteckt und die Terrasse aus Ihrem Winterschlaf geweckt.



Endlich draußen sein ohne dicke Jacke! Ich muss ja gestehen, ich hasse es die Mädchen in Ihre Winterkleidung zu „ stecken“. Das ist irgendwie immer ein Kampf. Aber das Beste war, dass nachdem die Mädchen endlich angezogen waren, wir die Spielsachen eingepackt und den Spielplatz nach gefühlten Stunden erreicht hatten, die Mädchen nach 10 Min meinten: „Können wir wieder nach Hause?!“ Und ich so: „Echt jetzt?!“  Diese Winterkleidung ist echt immer ein Graus, egal wie schön sie ist.



Irgendwie wird mit der Kleidung auch die Küche leichter und so sind wir beim Essensplan für nächste Woche. Ah dieser Übergang :D

Los geht’s mit dem Montag:
Nudeln mit Tomatensoße und Gurkensalat

Dienstag:
Nudeln mit Soße

Mittwoch:
Brotteller

Donnerstag:
Bratnudeln mit Gemüse, Ei und Putenstreifen

Freitag:
Lachs mit Tomatensalat und Bratkartoffel

Samstag:
Pfannkuchen

Sonntag:

Nun bleibt zu hoffen, dass der Frühling seinem Namen mehr Ehre macht, als der Winter. Nach zwei schönen Tagen diese Woche, regnet es heute und diese Tatsache lädt einen eher auf die Couch ein, statt auf einen Sparziergang.

In diesem Sinne: Ihr findet mich heute auf dem Sofa, beim Spielen im Kinderzimmer, beim Wäschewaschen und Zusammenlegen, in der Badewanne, beim Aussortieren, Degukäfig säubern, Dekorieren und beim Entspannen :D

Schönen Sonntag, Eure Evi aus dem Norden


16. März 2017

Upcycling für Ostern am #DIYDonnerstag

Huhu an diesem wunderschönen unnd sonnigen Tag,
dass ich gerne bastel, ist an sich kein Geheimnis. Allerdings artet es dieses Jahr ganz schön aus. Die nächsten 3 Blogposts für den DIY Donnerstag sind schon fertig gestellt :D Im Moment ist das Werkeln und Basteln für mich, neben dem Blog, wie Therapie. Dabei kann ich einfach gut abschalten. Es tut gut die Ideen, die im Kopf schwirren in die Tat umzusetzen und Platz zu schaffen für weitere Projekte.

Dieses Mal zeige ich eine natürlich schöne und simple Tischdekoration. Naturmaterialien gepaart mit einem Hauch von grün und weiß passen super in den Frühling. Wobei diese Kombination mir generell ziemlich zusagt. So auch bei dieser Oster-Deko. Nicht zu verspielt, aber auch nicht zu überladen. Genauso gefällt es mir.





Im Winter haben Sophie und ich das ungemütliche Wetter genutzt um Unmengen an Kerzen herzustellen. Die Bienenwachsplatten lassen sich leicht verarbeiten und können auch schon von  Kleinkindern zu Kerzen gerollt werden. Die Bienenwachskerzen verteilen beim Abbrennen ihren Duft im gesamten Haus und ich liebe es! Das ist für mich der Inbegriff von Gemütlichkeit. Was mich allerdings etwas stört ist, dass beim Verbrennen so viel Wachs übrig bleibt. Diesen wollte ich nicht einfach in der Mülltonne verschwinden lassen. Mir fehlte aber eine Idee. Wer sucht, der wird auch fündig. Bei Pinterest habe ich diverse Ideen zu Verarbeitung von Wachsresten gefunden. Dies ist eine davon. 
 Dafür einfach die Wachsreste zerkleinern und über einem Wasserbad schmelzen. Docht an einen Zahnstocher binden und in das Ei runterlassen. Zum Abschluss mit flüssigem Wachs aufgießen und abkühlen lassen.
 Moos findet Ihr in gut sortierten Blumenläden, genau wie das Wurzelkraut (den richtigen Namen kenne ich leider nicht). 
Solltet Ihr gemustertes Geschirr verwenden, dann würde ich nur ein oder zwei Eierkerzen in Eierbechern auf den Tisch stellen. Sonst wirkt der Tisch schnell überladen.

In diesem Sinne, weniger ist mehr und viel Spaß beim Einschmelzen, Eure Evi aus dem Norden
PS: Eier als Übertöpfe findet Ihr hier nochmal

14. März 2017

#Dienstagspost: Es läuft nicht immer wie geplant


Als wir beschlossen haben Kinder zu bekommen, habe ich es mir traumhaft vorgestellt. Nicht nur Kinder zu haben, sondern auch den Weg bis dahin. Diesen Plan habe ich wohl ohne meinem Körper gemacht. Die erste Hälfte der Schwangerschaft verlief ohne Komplikationen. 
Am Anfang hatte ich selten Hunger um nicht zu sagen, gar keinen Appetit und verlor 3 Kilo an Gewicht. Allerdings war es am Ende der Schwangerschaft wieder drauf.  Was echt heftig war: Die Müdigkeit. Sie war eine ziemliche Plage. Wirklich. Ich hätte 20 Std am Tag schlafen können und ich sag‘s Euch, es hatte sich nicht nach dem 3. Monat gelegt. In dieser Zeit hat mein Mann so viele Filme gesehen wie noch nie in seinem Leben :D Die Müdigkeit hat sich erst gg Ende des 4. Monats gelegt und kam im 9. Monat wieder.
Das Allerschlimmste waren aber die Stimmungsschwankungen. Keiner konnte es mir recht machen. Ich glaube, ich konnte es mir selbst nicht wirklich Recht machen. Ob es richtige Stimmungsschwankungen waren oder Angst gepaart mit Vorfreude, kann ich bis heute nicht beurteilen. Vielleicht beides. Mein armer, armer damals Freund, heute Mann.
Zudem kamen die Erwartungen der anderen dazu. Wir waren die ersten im Familien- und Freundeskreis, die ein Baby bekamen. Ich wollte es allen Recht machen, damit sie glücklich und zufrieden waren. Natürlich wollte ich auch meinen Arbeitsplatz ordentlich übergeben. Wir wollten noch unbedingt mit unterschiedlichen Leuten zum Weihnachtsmarkt, wir wollten noch mal zum Konzert, nochmal zu zweit in die Sauna und und und. Die Liste war endlos!
Ich denke die Mischung aus allem führte dazu, dass ich vorzeitige Wehen bekam. Ich wusste nicht, dass es schon richtige Wehen waren, die den Gebärmutterhals immer kürzer werden ließen. Dachte immer es sind Senkwehen. Durch meinen wöchentlichen Newsletter war ich bestens informiert. Also funktionierte ich weiter… Arbeitete und machte noch ein Paar Überstunden. Erledigte alle Besuchspflichten und versuchte alles von der ToDoListe zu streichen was ging. Schließlich werde ich mit Kind das alle nicht mehr machen können.
Bis ich kurz vor Weihnachten (20.12 -27ssw-) ein sofortiges Arbeitsverbot und bekam zusätzlich Bettruhe angeordnet wurde.
Der Arzttermin war abends und so ging ich nochmal in die Firma um meine Sachen abzuholen. Das war mein Letzter Arbeitstag. Eigentlich  hätte ich noch 3 oder sogar 4 Wochen arbeiten müssen. Natürlich habe ich mich an die Bettruhe gehalten. Nicht. Denn ein bisschen Haushalt und Kochen ist doch nicht anstrengend.
Am 23.12. mussten wir nochmal zur Kontrolle ins Krankenhaus um zu sehen wie sich der Gebärmutterhals entwickelt hat. Als wir dann dort waren und festgestellt worden ist, dass sich der GMH innerhalb der 3 Tage wieder um 0,5 cm verkürzt hatte, war die Angst der Ärztin groß. Sie wollte mich am besten gleich da behalten! Am 23.12.! Nach Rücksprachen mit dem Oberarzt durfte ich nach Hause, allerdings nur unter der Prämisse, die Bettruhe nur für Toilettengänge und Bett/Couch-wechsel zu verlassen.
BÄM! Das hat gesessen!
Ab da, ja ab da, hielt ich mich an die Bettruhe... Denn ab da gab es kein „Nur noch diese paar Termine“ kein „du musst noch den und den sehen“, denn ab da gab es nur noch „ bitte, bitte bleibt noch in meinem Bauch“…schließlich war ich erst in der 28.ssw…
Weihnachten wurden alle Termine komplett abgesagt und das Weihnachtsessen wurde von meinem Mann zubereitet. Und es war echt gut!
Auch danach ging es fast nur noch im Schneckentempo, außer! Wir beschlossen, dass wir noch vor der Geburt heiraten wollen. 5 Wochen vorm Stichtag. Das ist aber eine andere Geschichte:)
Ich wollte immer schon eine Spontangeburt. PDA ok, aber bitte doch keinen Kaiserschnitt. Schade nur, dass mein Kind ab der 20. ssw nur noch gesessen hat (zumindest auf dem Ultraschall). Bis zum Schluss wollte sich Fienchen einfach nicht drehen. Drehung von außen kam nicht in Frage. Meiner Meinung nach hat alles einen Sinn. Und wenn das Kind sich nicht drehen will, dann greife ich da auch nicht ein. Nachdem ich noch Dr. Google zu Risiken einer Spontangeburt in Beckenendlage befragt habe, stand endgültig fest: Unsere erste Tochter kommt per Kaiserschnitt zu Welt.
Für mich brach meine Welt zusammen. Wie ungerecht konnte das Schicksal sein, dass ich keine Spontangeburt erleben durfte!
Durch das Einhalten der Bettruhe und das genaue hinhören auf den Körper, blieb Sophie noch mehr als 11 Wochen in meinen Bauch. Auch die Aufregung der Hochzeit änderte nichts daran. Sie turnte wild herum und ich genoss es. Genoss es das Wunder zu spüren.
In der 36. ssw saß Fienchen immer noch und ich wurde zur Vorstellung ins KH überweisen. Da wurde alles besprochen: Anästhesie, Risiken des Kaiserschnittes, der Rückenmarkbetäubung etc… Und wir sollten einen Termin für den Kaiserschnitt festlegen. Wenn es nach der Oberärztin gegangen wäre, hätten die Fienchen schon 2 Wochen VOR der Stichtag geholt. So kämpfte ich für jeden Tag und wir einigten uns auf den 01.3. Stichtag war der 06.03.
Darauf bereitete ich alles für den 01.03. vor. Tasche war eh schon seit der 28.ssw gepackt. Aber ein paar Kleinigkeiten blieben noch.
Aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt…
Am 28.02. fuhr mein Mann ganz normal zu Arbeit. Ich machte unsere Degus sauber und legte mich danach hin, da ich ziemlich erschöpft war. Durch ein ziemlich lautes Blubb wurde ich geweckt…es war die Fruchtblase, die geplatzt war und ich lag in einem See aus Fruchtwasser… Zum Glück hatte man mich vorgewarnt, dass wenn die Fruchtblase platzt, ich mich sofort hinlegen und einen Rettungswagen rufen soll. Das Köpfchen lag bei mir nicht Becken und hätte den Ausgang verschließen können. Somit könnte die Gefahr bestehen, dass sich die Nabelschnur um den Hals legt. Gut, dass ich schon lag :) Zuerst habe ich die 112 angerufen und dann meinen Mann, der aus allen Wolken fiel: „ Wie es geht schon los, wir haben doch morgen erst den Termin“. Zum Glück kam er schnell heim, schneller als der RW und so sind wir zusammen ins KH. Während mein Mann immer unruhiger wurde, passierte bei mir das Gegenteil. Ich versuchte die Wehen, die in 5min Takt kamen,  weg zu atmen während mich die Krankenschwester oder Hebamme für den OP fertig gemacht hat. Da ich keine Vollnarkose hatte, war mein Mann bei der Geburt dabei und durfte mit als die erste Untersuchung  U1 stattfand. Bevor Sophie untersucht wurde, durfte ich auf dieses wundervolle und vollkommene Wesen einen Blick werfen. Es ist kaum im Worte zu fassen. Die Liebe, die man in der Schwangerschaft empfindet, ist wundervoll. Aber wenn man dieses kleine Wesen das erste Mal spürt, es ist so als würde man von eine Lawine der Liebe überrollt werden.
Da wir uns dafür entschieden haben, dass mein Mann das Bonding übernimmt so lange ich im OP bin, verbrachte Fienchen die erste halbe Stunde ihres Lebens auf der Brust ihres Vaters… Ich fand den Gedanken schrecklich, dass sie 20-30 min fast keinen Hautkontakt haben würde, wenn sie bei mir im OP bliebe. Ganz schrecklich. Somit habe ich mich bewusst FÜR das Bonding durch meinen Mann entschieden… und bis heute bereue ich es nicht…

Euer Küstenmädchen aus dem Norden